Webflow vs WordPress

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Webflow vs WordPress: Ein Vergleich der beiden Systeme

WordPress hat die letzten Jahre den Webspace dominiert und laut WordPress.org laufen 43% aller Websites im Internet auf diesem Content-Management-System.

Auf der anderen Seite gibt einen Konkurrenten der besonders für Designer immer beliebter wird: Webflow. In den letzten 5 Jahren nahm das 2013 gegründete Unternehmen an Nutzern und Funktionalitäten steil an Fahrt auf.

In diesem Blogbeitrag möchte ich beide Systeme miteinander vergleichen, so dass du für dein nächstes Projekt die richtige Wahl treffen kannst.

Was ist WordPress?

WordPress ist ein kostenloses Open-Source Content-Management-System, das seit 2003 auf dem Markt ist. Es ermöglicht Nutzern ohne tiefgreifende technische Fähigkeiten, durch Themes und Plugins einfach eine eigene Website zu erstellen. Man unterscheidet zwischen WordPress.org, hier kann man die Software kostenlos herunterladen und auf dem eigenen Server hosten, und WordPress.com, das Hosting und weitere Dienste gegen Gebühr anbietet.

Die meisten Hostinganbieter bieten eine WordPress Lösung zum Buchen an, so dass Du das CMS nicht mehr selbst auf der Website installieren müsst.

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WordPress Backend

Was ist Webflow?

Webflow ist eine Drag-and-Drop Plattform, welche es Nutzern ermöglicht auf einer visuellen Oberfläche eine Website zu erstellen. Dem Unternehmen ist der No-Code Ansatz besonders wichtig, trotzdem werden die visuellen Elemente in sauberes HTML, CSS und Javascript umgewandelt.

Im Vergleich zu WordPress agiert Webflow als Software as a Service – das Design, Hosting und viele Funktionalitäten laufen direkt über Webflow und es wird kein externen Hoster benötigt.

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Webflow Website

Funktionalität und Möglichkeiten

Beide Systeme sind sehr mächtig und mit einem qualifizierten WordPress oder Webflow Entwickler sind den Möglichkeiten nahezu keine Grenzen gesetzt. Trotzdem gibt es einige Unterschiede: WordPress ist zwingend auf Plugins angewiesen, zum Beispiel auch bei kleineren Seiten für SEO-Einstellungen oder Formulare. Bei Webflow hingegen hast Du alles in einem System gebündelt und Du bist nicht auf externe Ressourcen angewiesen. Da WordPress aber schon so lange auf dem Markt ist und eine enorme Benutzerbasis hat, gibt es eine große Auswahl an Plugins, wodurch für die meisten Probleme eine Lösung bereitsteht. Webflow kann schon auch schnell an seine Grenzen stoßen, vor allem im Bereich E-Commerce oder bei Mitgliederbereichen. Webflow hat 2023 die Webflow Apps veröffentlicht, welche sich teilweise mit den WordPress Plugins vergleichen lassen. Allerdings stecken die Webflow Apps noch in den Kinderschuhen und bieten noch nicht die  Möglichkeiten, die WordPress Plugins zur Verfügung stellen. Der Webflow Designer ist leistungsstark und ermöglicht es, selbst komplizierte Layouts und Animationen direkt auf der Benutzoberfläche zu erstellen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, der Benutzer ist vollkommen frei in der Gestaltung. Um in WordPress diese Designfreiheit zu erreichen ist das Plugin Elementor notwendig. Im Bereich Designfreiheit und Flexibilität ist Webflow der Erweiterung überlegen, da es genau für diesen Zweck entwickelt wurde. Sowohl bei WordPress als auch bei Webflow kann zwischen verschiedenen Themes ausgewählt werden, um den Stil deiner Website zu bestimmen. In Webflow kannst Du die Elemente des Themes selbst 100% individuell anpassen. Bei WordPress ist die Individualisierung auch möglich, jedoch nicht zu so einem hohen Grad wie in Webflow.

Benutzerfreundlichkeit

Das Dashboard von WordPress kann auf den ersten Blick etwas unübersichtlich wirken, mit etwas Einarbeitungszeit findet wird die Bedienung einfacher. Vor Projektstart müssen einige Einstellungen und Installationen vorgenommen werden, was den Einstieg für Anfänger etwas erschweren kann.

WordPress kann Einsteigern aber  durch die große Community und Lernressourcen unter die Arme greifen. Die meisten Herausforderungen und Probleme, auf die Du stoßen könntest, sind bereits in Foren und Tutorials behandelt und gelöst worden.

Auf der anderen Seite ist der initiale Einstieg bei Webflow einfacher, hast Du aber keine Erfahrung in HTML oder CSS können die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten verwirren.

Die Community von WordPress ist zwar größer, Webflow bietet aber mit der Webflow University und einem Forum auch eine stabile Grundlage für den Wissensaufbau.

In beiden Systemen braucht man seine Zeit, um wirklich effektiv zu arbeiten. Die Arbeit wird mit jedem Projekt leichter und das Erstellen von immer mächtigeren Websites möglich.

 

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Webflow Benutzeroberfläche

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WordPress Dashboard

Preise

Die Kosten für Websites starten bei Webflow bei 14 US-Dollar pro Monat. Falls Du zusätzlich ein individuelles CMS für Blogbeiträge oder Stellenanzeigen integrieren möchtest, steigen die monatlichen Kosten auf 23 US-Dollar. Normalerweise wählen Nutzer eine dieser beiden Varianten. Der Gratis-Tarif eignet sich hervorragend, um die Plattform auszuprobieren und Projekte zu testen, allerdings ist es nicht möglich, eine eigene Domain zu nutzen. Darüber hinaus gibt es noch den Business Plan, welcher mehr Traffic und Speicherplatz zulässt. Das Hochladen von Dateien in die Webflow Formulare werden erst ab dem Business Plan möglich.

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Webflow Preisübersicht 

Standard WordPress-Hosting ist preiswert und beginnt bereits bei weniger als 5 Euro im Monat zum Beispiel bei Ionos. Normalerweise werden zusätzliche Plugins wie Elementor oder Yoast SEO benötigt, die in der Basisversion gratis sind. Für erweiterte Funktionen können  Kosten von bis zu 5 Euro pro Monat für jedes Plugin anfallen.

Die Preise sind pauschal nicht miteinander vergleichbar, allerdings fällt auf, dass Webflow für das Betreiben eines Blogs vergleichsweise teuer ist. Für Blogger könnte Webflow daher die weniger attraktive Option sein.

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Ionos Hosting Preisübersicht

Fazit

Webflow und WordPress bieten verschiedene Vorteile und Nachteile für unterschiedliche Anwendungsfälle. Webflow ist besonders stark im visuellen Bereich für die Erstellung von optisch ansprechenden Websites kleinerer bis mittlerer Größe – deshalb perfekt für Nutzer mit Designhintergrund ohne Programmierkenntnisse. Für eher technische Nutzer kann WordPress auch bei kleineren Website die bessere Wahl sein. WordPress ist ein bewährtes System mit einer reichen Auswahl an Erweiterungen, ideal für umfangreiche Projekte wie E-Commerce-Plattformen und Websites mit Mitgliederbereichen. In Bezug auf Kostenstruktur ist WordPress flexibler und kann günstiger sein, insbesondere für das Hosting von Blogs. Beide Systeme haben ihre Berechtigung und entscheidend ist, dass die Wahl auf die spezifischen Anforderungen des Projekts und die Fähigkeiten des Nutzers abgestimmt ist. Die Anpassung und Entwicklung kann in beiden Content-Management-Systemen sehr anspruchsvoll sein, wende Dich deshalb bei Bedarf an an einen WordPress- oder Webflow-Experten, der Dich bei deinem Projekt unterstützt.
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